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Der Mehrwert von legalen Downloads

Geschrieben am 5.August 2009

Bereits letzte Woche habe ich auf orf.at über eine neue Entwicklung bzw. ein neues Angebot von Apple gelesen. Gemeinsam mit den Major-Musiklabels EMI, Sony Music, Warner Music und Universal Music wird im Projekt Cocktail an einer Aufwertung des legalen Musikdownloads gearbeitet.

Grund dafür ist der Anstieg an Downloads einzelner Tracks aus dem iTunes Store während sich ganze Alben (das, was ein Musiker und sein Label am liebsten verkaufen) im Vergleich eher schlecht verkaufen.
Man muss sich das ungefähr so vorstellen, als würden Filmfans Filme nicht komplett runterladen sondern nur 10 minütige Ausschnitte.
Musiker haben eine genaue Vorstellung, warum Tracks in genau der Reihenfolge auf dem Album sind, denn der Longplayer ist das Gesamtkunstwerk, das sich aus einzelnen Bausteinen zusammensetzt.

Um nun die Kunden dazu zu bewegen, statt 99 Cent für einen Song 9,99 Euro für das Album zu bezahlen, sollen Zusatzfeatures her. Dabei ist die Rede von Interaktiven Booklets, Klingeltönen für Handys oder Videoclips.
Der Clou dieser interaktiven Booklets ist, dass man darin die einzelnen Tracks direkt anwählen kann, ohne einen Player wie zum Beispiel iTunes starten zu müssen.
Gestestet wurden diese Zusatzfeatures laut ORF bereits von der britischen Band Snow Patrol (Universal Music) und bei der Neuauflage eines Albums der Talking Heads (EMI).

Doch nicht nur im Musikbereich stellt sich für mich die Frage, wie man das virtuellen Gut Download für den Kunden attraktiv machen kann.
Umgekehrt wird auf vielen DVDs (vor allem auf jenen, die eher die männliche Zielgruppe ansprechen) bereits eine digitale Version des Films für iPod, Handy oder Desktop-PC mitgeliefert, aber der virtuelle Download, der beim Kauf einen reale Datenträger wie DVD oder Blu-ray mitliefert, habe ich noch nie gesehen.

Im Video on Demand wird auch bereits probiert, mit Zusatzfeatures zu arbeiten. So konnten sich Fans des Detektivfilms Nancy Drew Anfang 2008 auf innovatives Extramaterial freuen, wenn sie den Film via Video on Demand bezogen. Die virtuelle Version des Films war in der VoD-Auswertung nämlich mit neuen Extras versehen. So animierten Pop-ups während des Films den Zuschauer, auf spezielle Szenen zu achten und so Details zu bemerken, die ihnen sonst entgangen wären.

In einem englischen Bericht habe ich darüber folgende Beschreibung gelesen:

In the “Movies that Pop” version, viewers can interact with the movie through reading special clues, answering trivia which require a little detective work, and finding out about behind-the-scenes secrets. This popping version of the movie is available through many digital cable and satellite providers and through other key digital distributors such as iTunes, Amazon Unbox and Xbox.