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Facebook beeinflusst das Ladenregal

Geschrieben am 18.Juni 2014

Bereits 2012 startete C&A in Brasilien eine Aktion, die ich für besonders innovativ, klug und einfach auf den Filmbereich zu transformieren halte.

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Unentschlossenen Shopperinnen half die deutsche Bekleidungskette im brasilianischen São Paulo damals per Facebook weiter. Die zehn neuesten Teile der Kollektion wurden im Rahmen der C&A Fashion Likes-Aktion eine Woche lang von Internetnutzern nach Gefallen bewertet. Am Ende dieser Periode wurden diese “Likes” im Flagship-Store von C&A in der Iguatemi Mall auf speziellen Kleiderbügeln angezeigt: Ein kleines Display gab in Echtzeit an, welchen Beliebtheitsgrad das Kleidungsstück bis dahin bereits errungen hatte.

Da sich die Aktion als sehr erfolgreich entpuppte,  greift C&A nun auf die bestehende Infrastruktur zurück und kombiniert sie mit einem neuen Mechanismus, genannt Fashion Lock.

Dabei werden fünf exklusive Kleider aus der aktuellen Kollektion C&A Kollektion des Calvin Klein Modedesigners Franciso Costas im Laden ausgestellt, noch bevor diese zum Verkauf stehen. Der Haken: Die Kleiderhaken sind mit einem Schloss versehen, auf dem der Like-Zähler platziert ist. Wer nun die C&A Facebook-Seite aus Brasilien mit einem Like versieht, bekommt – nachdem eine geheime aber vorher festgelegte Zahl an Likes erreicht wurde – eine Mail mit der Nachricht, dass das Kleid nun verfügbar ist. Die Teilnehmerin, die als erstes mit ihrem Smartphone das C&A-Geschäft erreicht und den in der Mail abgebildeten Code an das Schloss hält, bekommt das Kleidungsstück kostenlos.

Natürlich verhält es sich mit Kleidung anders als mit Filmen. Dennoch liegt die Idee, Social Media in die Gestaltung eines Ladenregals miteinzubeziehen, besonders dank modernen Digital Signage Technologie auf der Hand. Aus meiner Sicht lässt sich demnach die C&A Aktion sehr einfach auf Filme transferieren. Man denke bloß an das DVD- und Blu-ray Regal in diversen Consumer Entertainment Märkten. Dort gibt es in der Regel die Top 10 Listen der aktuellen Verkaufsschlager. Wäre es nicht besser, eine Art Social Top 10 zu initiieren und diese via Facebook-Aktion am POS zu zeigen?

Auch die aktuelle Mechanik von C&A lässt sich von Verleihern nutzen. Man denke bloß an Limited Editions oder besondere Kollektionen, die eben nur durch einen besonderen Code oder eine bestimmte Anzahl an Facebook-Likes, Tweets oder besondere Fotos auf Instagram etc. freigeschaltet werden können. In diesem Sinne: Lasst die POS-Revolution beginnen!